Es ist Zeit für die Weinlese

Im äußersten Nordosten von Slovenske Gorice liegt Radgonsko-Kapelske Gorice, wo die Hügel und abfallenden Hänge mit Qualitätsreben bepflanzt sind, die Jahr für Jahr die Grundlage für dieses edle Getränk bilden.

28. November 2019

Die Reben werden von der Radgonske Gorice GmbH angebaut und liefern einen der berühmtesten Weine und Schaumweine des Landes. Hierbei handelt es sich um den ältesten und einen der anerkanntesten Hersteller von Spitzenweinen und Prädikatsschaumweinen in Slowenien.

Tradition und Vielfalt
Die Haupttätigkeiten von Radgonske Gorice sind Weinbau und Weinherstellung. Sie zeichnen sich durch ihre reiche Geschichte und lange Tradition aus, da bereits seit 1852 Weine in ihren einzigartigen Kellern produziert und gelagert werden. »Wir bewirtschaften etwa 500 Hektar unserer eigenen Weinberge. Der Wein wird aus Trauben gewonnen, die in unseren Weinbergen angebaut werden, ein Teil der Trauben wird jedoch auch von den umliegenden Subunternehmern gekauft,« sagt Gorazd Kovačič, Weintechnologe bei Radgonske Gorice. Der gesamte Produktionsprozess wird regelmäßig überwacht, kontrolliert und inspiziert. »Es gibt viele Faktoren und Umstände, die die Qualität der Rebe und der Trauben selbst beeinflussen,« sagt Kovačič. Ihre Sortenvielfalt ist sehr vielfältig, von der heimischen Sorte Ranina über die Sorten Traminer, Sauvignon, Grauburgunder und Blauburgunder bis hin zum Schaumwein des unentbehrlichen Chardonnay. Pro Jahr werden 5 bis 6 Millionen Kilogramm Trauben angebaut, was ungefähr 4 Millionen Litern Wein entspricht. Die Weinkeller haben ein Fassungsvermögen von 4,5 Millionen Litern.

Natürliche Ressourcen nutzen
Die Natur hat dem Weinbaugebiet Radgonsko-Kapelske Gorice eine hügelige Landschaft verliehen, die sich auf einer Höhe von 250 bis 320 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt und der Umgebung eine besondere Anziehungskraft und Lebendigkeit verleiht, insbesondere für die Weinberge. Hervorragende natürliche Bedingungen – ausreichend Sonnenschein, ein günstiges pannonisches Klima und die perfekte Bodenzusammensetzung – begünstigen den Anbau aller Rebsorten und verleihen dem Wein höchste Qualität und eine besondere Frische. »Natürliche Gegebenheiten reichen nicht aus, wenn sie nicht von einer gewissenhaften menschlichen Hand sowohl im Weinberg als auch im Keller veredelt werden,« meint Kovačič entschlossen, der sich dessen bewusst ist, dass es schwer ist, Herr der Weinberge und der Weinherstellung zu sein. »Neben zahlreichen winzigen Geheimnissen und Kenntnissen müssen Leidenschaft, Engagement und ein hohes Maß an Liebe für diese Kultur vorhanden sein,« fährt der Gesprächspartner fort.

Der Qualität verpflichtet
Der Stolz des Hauses ist der älteste und am häufigsten ausgezeichnete slowenische Schaumwein »Zlata radgonska penina« (Goldener Radgona-Sekt). Er wird nach der traditionellen oder klassischen Methode durch Gärung in Flaschen hergestellt, so wie der echte Champagner. »Der Goldene Radgona-Sekt hat schon mehr als 10 Meistertitel und über 100 Medaillen aus internationalen Bewertungen gewonnen. Dies ist eine Garantie und Bestätigung dafür, dass wir gut abschneiden und erfolgreich sind,« sagt Direktor Borut Cvetkovič stolz und fügt hinzu, dass alle Auszeichnungen eine Bestätigung der bisher geleisteten Arbeit darstellen, gleichzeitig aber auch Motivation und eine große Verpflichtung für die Zukunft. Am meisten freut er sich darüber, dass die Weinbau-Tradition in den letzten Jahren an Bedeutung und Ansehen gewonnen hat und sich die Wein- und Sektkultur in der Region zunehmend weiterentwickelt.

Die meisten Verkäufe auf dem heimischen Markt
Neben der Herstellung von Weinen und Schaumweinen bieten die Hügel von Radgona in der Nähe des Sitzes im Sekthaus (Dom penine) Kellertouren und Verkostungen an, die jährlich von mehr als 15.000 wein- und abenteuerlustigen Menschen besucht werden. Trotz der großen Konkurrenz und des raschen Wachstums bei der Lieferung von Billigweinen gibt es keine Probleme mit dem Verkauf. »Die meisten Flaschen werden auf dem Inlandsmarkt verkauft, was ungefähr 93 Prozent entspricht. Der Rest geht ins Ausland, insbesondere auf den Markt des ehemaligen Jugoslawiens und ins benachbarte Österreich,« erklärt Borut Cvetkovič. Ihre Kunden bevorzugen etablierte Marken wie Zlata radgonska penina und Srebrna radgonska penina, Janževec und Traminer.

Für noch mehr Effizienz
Das Unternehmen beschäftigt heutzutage 125 Mitarbeiter. Während der Hochsaison kommen noch Saisonarbeiter zu Hilfe. Sie sind sich bewusst, dass der Anbau von Trauben viel Wissen, Können und Handarbeit erfordert, und investieren daher ständig in Humanressourcen und Entwicklung. Sie wollen auch die Produktionsprozesse weiter vereinfachen, erleichtern und optimieren, daher wird aktiv in moderne Technik investiert. In den letzten Jahren wurde ihre Flotte aufgerüstet und eine Reihe neuer Maschinen angeschafft, die eine höhere Produktivität und damit einen Konkurrenzvorteil verschaffen. »Das Arbeiten mit neuen Maschinen trägt nicht nur zu mehr Effizienz bei, sondern auch zu mehr Sicherheit und Komfort bei der Arbeit,« betont Kovačič. Der Kauf einer Traubenerntemaschine hat sich in den vergangenen Jahren auch in der Hochsaison als sehr effektiv erwiesen. »Die maschinelle Ernte hat eine Kapazität von etwa 50 fleißigen Traubenpflückern, was eine schnellere Ernte zu geringeren Kosten bei schwankendem Wetter bedeutet,« sagt Kovačič und fügt hinzu, dass eine solche Maschine auch 4 ha pro Tag ernten kann, was in der Praxis 40 Tonnen Trauben bedeutet.

Langjährige Treue
Die Zusammenarbeit mit Farmtech dauert schon viele Jahre. »Wir sind treue und zufriedene Nutzer,« erklärt Kovačič. Sie besitzen zwanzig ältere 4-Tonnen-Anhänger, letztes Jahr wurden zwei weitere 5-Tonnen-EDK 500-Anhänger angeschafft und vor Beginn der diesjährigen Saison noch drei weitere. »Die Anhänger sind kompakt, zuverlässig und langlebig. Sie werden das ganze Jahr über für verschiedene Arten von Transport eingesetzt. Auf dem Höhepunkt der Saison, wo jede Sekunde zählt, sind sie ständig im Einsatz,« meint Kovačič und fügt begeistert hinzu, dass die Anhänger neben der Qualität auch ihren Marktwert behalten.

Eine neue Lösung in Sicht
Der Boden in den Weinbergen wird regelmäßig mit organischen Düngemitteln in Form von Pellets gedüngt. Vorerst werden die Traubenreste nicht kompostiert und in den Weinberg zurückgeführt, obwohl sie aufgrund ihrer Zusammensetzung durchaus für die Kompostierung geeignet wären. »Gerade aus dem Wunsch nach einer umfassenderen und kostengünstigeren Lösung für die Ausbringung von organischen Düngemitteln liebäugeln wir mit dem Variofex- Sonderkulturstreuer, den wir so schnell wie möglich in der Praxis testen möchten,« sagt Kovačič, der davon überzeugt ist, dass die Lösung ihren Bedürfnissen und Bedingungen auf lange Sicht gerecht wird.

Bevorstehende Herausforderungen
In Radgonske Gorice wird eine noch größere Anerkennung der slowenischen Qualitätsweine angestrebt, die Ziele und Ambitionen für die Zukunft sind hoch gesetzt. »Unsere geplante Strategie, der größte Weinproduzent in der Region zu werden, ist kein Geheimnis,« betont Cvetkovič, der sich nach wie vor ein gesundes Wachstum wünscht. Es wird jedoch zunehmend angestrebt, mehr Bio-Weine anzubieten, und in bestimmten Bereichen macht sich die Umstellung auf eine biodynamische Produktion bereits erkennbar. »Bio-Weine sind ohne Zweifel die Zukunft des Weinbaus und der Weinherstellung. Derzeit ist unsere biologische Verarbeitung 7 Hektar groß, aber angesichts der Trends und Muster der Weinkultur werden wir diese Zahl definitiv erhöhen,« schließt Kovačič ab.