Partnerschaft als Schlüssel zum Erfolg

Die jungen Landwirte Rok Lančič und Simon Černel aus Sveti Jurij ob Ščavnici (in Slowenien) beschäftigen sich mit der Schweinezucht und dem Feldbau und sind ein Beispiel für gute landwirtschaftliche Integrationspraxis, da sie sich schon seit vielen Jahren zusammen entscheiden, neue moderne Landmaschinen zu kaufen – und das mit Erfolg.

13. Juni 2022

Zwei Erwerber, eine Passion
Die Bauernhöfe Lančič und Černel, die nur weniger als einen Kilometer voneinander entfernt sind, sind traditionelle Bauernhöfe aus derselben Gemeinde und werden seit mehreren Jahrzehnten betrieben. Sie sind durch dieselben Tätigkeiten miteinander verbunden: Schweinehaltung und Ackerbau. Der Schritt zu einer stärkeren Spezialisierung wurde von den jungen Bauernhofbesitzern Rok Lančič und Simon Černel vollzogen, die schon als Kinder eine große Leidenschaft für die Landwirtschaft empfanden und diese Lebensaufgabe im Ganzen von ihren Eltern übernahmen. "Wir lieben die Landwirtschaft. Auch wenn unsere Arbeit anspruchsvoll ist – sie erfordert nämlich eine ständige Präsenz – so ist sie doch auch ein Vergnügen", sagen die beiden, die alles mit Herz angehen. Und das ist es, was sie tagtäglich antreibt. Mit ihrem jugendlichen Enthusiasmus sind sie immer auf der Suche nach Ideen und Lösungen, die ihnen helfen, nicht nur zu überleben, sondern vor allem die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.

Betriebe mit der gleichen Tätigkeit
Der Betrieb Lančič ist in erster Linie ein Betrieb für Zucht- und Mastschweine – insgesamt 800 Tiere – mit einer ergänzenden Tätigkeit, das ist die Produktion von Fleischprodukten, während die Familie Černel auf die Zucht von Mastschweinen spezialisiert ist – bis zu 700 Tiere. Beide Betriebe verkaufen die Schweine oder alle Fertigprodukte direkt an die Endkunden weiter, einige an Einzelhändler und regionale Genossenschaften, die Wert auf lokale Qualität legen. Neben ihrem Kerngeschäft bewirtschaften der Betrieb Lančič 42 Hektar und der Betrieb Černelovi 38 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen – vor allem Getreide und Mais für die Produktion von eigenem Raufutter. Sie verkaufen etwaige Überschüsse weiter, sind aber in letzter Zeit aufgrund der unbeständigen Marktlage beim Weiterverkauf vorsichtiger geworden. Beide würden gerne mehr Ackerland erwerben, aber es ist in der weiteren Umgebung einfach nicht mehr verfügbar.

Kauf von Maschinen durch eine Partnerschaft
Die beiden Eigentümer der Bauernhöfe sind sich bewusst, dass moderne Landmaschinen zwar eine höhere Produktion und Produktivität ermöglichen, aber auch erhebliche Anschaffungskosten verursachen. "Wir haben uns vor sechs Jahren aus Kostengründen entschlossen, unsere Kräfte zu vereinen und unsere erste gemeinsame Investition zu tätigen", erläutert Lančič den Motivationsgrund für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Heute besitzen sie bereits mehrere gemeinsame Maschinen, die sie sich gegenseitig ausleihen – eine Entscheidung, die sie nicht bereuen. "Wir kennen uns schon seit längerem, wir haben die gleiche Einstellung zum Leben und zur Entwicklung der Landwirtschaft, und wir vertrauen uns gegenseitig", betont Černel, der zugleich zugibt, dass sie trotz der Tatsache, dass sie in der gleichen Branche tätig sind und in direktem Wettbewerb zueinanderstehen, nie Zweifel am gemeinsamen Kauf und Einsatz von Maschinen hatten. Sie sind erstaunt, dass es in Slowenien keine zeitgegenwärtigen Genossenschaften oder Cluster-Betriebe gibt, wie es im Westen üblich ist.

Der wichtigste Trumpf: ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Die allmähliche Steigerung der Schweinezucht in beiden Betrieben und die damit verbundene Zunahme der Gülleproduktion führte vor zwei Jahren zu der Entscheidung, gemeinsam ein neues Güllefass anzuschaffen. Nebst der Tatsache, dass das bestehende Güllefass zu klein wurde, wurde damals auch eine Subvention für nachhaltige Landwirtschaft angeboten. All dies hat die Entscheidung erleichtert und den Kauf beschleunigt. Die beiden Landwirte hatten hohe Ansprüche, als es um die Anschaffung neuer Maschinen ging, und drei namhafte Marken waren im Rennen – am Ende fiel die Entscheidung auf ein Farmtech 18.000-Liter-Güllefass des Modells Polycis 1800 mit einem zusätzlichen 15-Meter-Verteilersystem Condor 15.0, das Anfang dieses Jahres von den zwei jungen Landwirten übernommen wurde. "Das Farmtech-Produkt war nicht nur lokal bekannt, sondern bot auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis", so die beiden. "Gleichzeitig sind wir nur 15 Minuten vom Hauptsitz des Unternehmens entfernt, was im Falle von Serviceeinsätzen sehr praktisch ist", fügen sie hinzu.

Vereinfachung der Vorgänge
Die beiden Junglandwirte haben noch nicht viel Erfahrung mit einem so modernen und leistungsstarken Güllefass, aber sie werden sicherlich ihre Arbeitsabläufe verbessern und natürlich von allen Vorteilen der Polycis-Serie und dem niedrigen Auslassverteilersystems profitieren. "Diese Neuanschaffung wird unsere Arbeit sicherlich erleichtern und unsere saisonalen Aktivitäten vereinfachen, wodurch wir sowohl Zeit als auch Geld sparen. Es hat das doppelte Volumen des alten Güllefasses, was bedeutet, dass die doppelte Arbeit in einer Fahrt erledigt werden kann", erklärt Lančič, der vor allem hofft, dass der vorhandene Traktor stark genug für das schwieriger zugängliche Gelände sein wird. Černel fügt hinzu: "Das 18.000-Liter-Güllefass ist mit einer exzentrischen Schneckenpumpe und Schläuchen mit einem Durchmesser von 8 Zoll ausgestattet, so dass es trotz des doppelten Volumens in der gleichen Zeit gefüllt werden kann wie das bisherige Güllefass. Auch das interne Ausleihen wird dadurch schneller stattfinden können."

Optimistisch in die Zukunft blicken
Überzeugt hat die Landwirte auch das 15 Meter Schleppschuhverteiler Condor für bodennahe Gülleausbringung, das eine gleichmäßige und präzise Ausschüttung ermöglicht. "Wir sind auf Nachhaltigkeit bedacht und wissen daher, dass die Stickstoffverluste bei einem Schlauchverteilersystem viel geringer sind als bei einem normalen Spritzsystem. Auch die Emissionen und Gerüche werden dadurch reduziert, was für uns, die Umwelt und künftige Generationen sicherlich positiv ist", sagen sie einstimmig. Sie erwägen auch die Möglichkeit, das Güllefass durch die ISOBUS-Steuerung aufzurüsten. Sie haben klare Ziele für die Zukunft, und es liegen noch eine Reihe von Projekten, Herausforderungen und Investitionen vor ihnen, darunter die schrittweise Erweiterung und Verbesserung ihrer Fahrflotte. "Dieser gemeinsame Ankauf wird sicher nicht der letzte sein", schließen sie das Gespräch optimistisch ab.