Schweizer Käse

Roman Oswald betreibt im Schweizer Kanton St. Gallen einen Grünlandbetrieb mit Milchwirtschaft und Aufzucht, in den er zyklisch investiert.

05. Dezember 2018

In der Gemeinde Waldkirch, im Weiler Hohfirst, betreibt Roman Oswald mit seiner Familie auf etwa 850 Meter Seehöhe einen Grünlandbetrieb mit 34 Hektar Fläche. Aufgrund der schweren Böden ist Ackerbau in der Region nicht möglich. „Momentan habe ich 55 Stück Milchkühe und 25 Rinder“, erzählt Oswald, dessen Viehbestand sich bei etwa 80 Stück einpendelt. War er früher auf Braunvieh spezialisiert, ist heute bereits ein Drittel der Tiere Holsteiner. „Diese Rasse gibt mehr Milch, lässt sich leichter melken, und ist generell in der Haltung anspruchsloser.“

Alles Käse
Insgesamt produziert er auf seinem Betrieb jährlich rund 400.000 Liter Milch. „Die gesamte Menge geht an die Appenzeller Käserei und wird zu feinstem Schweizer Käse verarbeitet“, erzählt Oswald stolz. Dadurch ist auch der Milchpreis ansprechend, weil es sich um 100 Prozent silofreie Milch handelt. 2015 hat er sich seinen Traum erfüllt und einen neuen Laufstall gebaut. Nun folgen Investitionen in neuere und bessere Maschinen. „Mit dieser Investitionsstrategie kann ich nach und nach die Schlagkraft meines Betriebes erhöhen“, erklärt er weiter.

Alles andere als „Mini“
Zu seinen neuesten Errungenschaften gehört ein Bergstreuer Typ Minifex 550 von Farmtech. „Das alte Gerät hatte nach 40 Jahren wahrlich ausgedient“, erklärt Oswald. Und weil sein Bruder Heinz Vertriebsleiter beim Farmtech/Importeur Sutter Landtechnik ist, lag diese Wahl nahe. „Ich habe die Entscheidung bis heute nie bereut. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Maschine ist perfekt. Genauso wie das Streubild. Die Maschine ist mit einer Spurbreite von 2,1 Metern sehr stabil und geländegängig, was für die hügelige Region sehr wichtig ist.“

Hohe Qualität
„Der Deckel des Minifex schließt komplett, damit kommt es beim Transport auf den Straßen zu keinen Verunreinigungen. Das ist wichtig, wenn wir mit sehr trockenem und feinem Mist fahren. Darüber hinaus ist die Maschine verschleißfest, alle Zukaufteile sind von namhaften Herstellern und damit von höchster Qualität.“ Etwa 100 Fuhren hat die Maschine in ihrer ersten Saison bereits gemacht, und auch Verbesserungsvorschläge hat Oswald bereits parat: „Die Deichsel sollte verlängert werden, da die Standardausführung bei Doppelrädern und Breitreifen zu kurz ist.“

Stetiges Wachstum
Auf die Zukunft angesprochen hat Roman Oswald ein sehr klares Bild: „Die Dürre dieses Jahres ist nur ein kurzfristiges Problem. Nächstes Jahr ist es wieder feuchter“, ist er sich angesichts des trockensten Sommers seit Beginn der Aufzeichnungen in der Region sicher. „Viel wichtiger wird die Entwicklung in der Agrarpolitik sein. Das heißt, wie sich die Milchwirtschaft und der Milchpreis entwickeln“, blickt er in die Zukunft. Zudem muss das stetige Wachstum des Betriebes ohne zusätzliches Personal möglich sein. Daher ist mehr Mechanisierung und Automatisierung gefragt. Das ist immer eine Investitions- und damit eine Geldfrage.“